Ehrenbrief des Landes Hessen für Manfred Iffland

Nach der Ehrenurkunde für langjährige Verdienste um den Segegelsport (Mai 2011) des Deutschen Segler Verbandes, bekam Manfred Iffland, erster Vortsitzender des Fahrtensegler-Club Königstein, am 8. Mai 2014 als Anerkennung für seine Ehrenamtliche Leistungenen den Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht.


GNZ Lokalsport - 09.05.2014
Ehrenbrief des Landes Hessen für Manfred Iffland

Gelnhausen. Wo er wohnt, ist der Wald zu Hause, nicht das Meer. In Eidengesäß setzt sich Manfred Iffland (70) für den Erhalt der natürlichen Umgebung ein, eine weitere Leidenschaft.
Das Leben in der Natur und mit den Naturgewalten ist ohnehin sein Steckenpferd.
Gestern erhielt Iffland den Ehrenbrief des Landes Hessen im Gelnhäuser Main-Kinzig-Forum für ein anderes Naturthema, das ihn 32 Jahre lang begleitete, das er drei Jahrzehnte mitgestaltete.
Der Linsengerichter ist einer der großen hessischen Segelpioniere. Wenn vom 18. bis 23. Mai wähend der 23. Hessenregatta 80 Yachten mit 370 Teilnehmern auf der Ostsee den Hessenmeister ermitteln, geht ohne Manfred Iffland gar nichts. Er geht auch hier voran, als Regattaleiter, wie so oft in den vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten eines bewegten Lebens,für das er jetzt den Landesehrenbrief erhielt.
Gelnhäuser Neue Zeitung

v.l. Bürgermeister Ungermann, Kreisbeigeordneter Zach, Manfred Iffland, Präsident des Hess. Segler Verband Reinhard Fuhr, Dieter Egner.
Foto: Inge Gottschalk Mackeprang


Gelnhäuser Tageblatt vom 09.05.2014 / Lokales
Segler im Ehrenamtsmeer - AUSZEICHNUNG - Manfred Iffland aus Eidengesäß erhält Landesehrenbrief

Linsengericht (oh). Das Wasser ist sein Element und und das Segeln seine Leidenschaft. Seit Jahrzehnten - 32 Jahren genau genommen - arbeitet Manfred Iffland aus Eidengesäß unermüdlich daran, auch anderen Menschen und insbesondere junge Leute für diesen Sport zu begeistern - und das mit Erfolg.

Für seine ehrenamtlichen Verdienste erhielt Iffland gestern aus der Hand des Kreisbeigeordneten Matthias Zach - auch im Namen von Landrat Erich Pipa und der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler - im Main-Kinzig-Forum den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.

Am 27. Februar 1944 in Birstein geboren, "schien Manfred Iffland eigentlich nicht für den Segelsport prädestiniert zu sein. Weit und breit keine größeren Seen oder andere Binnengewässer, die auf das Segeln, seine große Leidenschaft, schließen lassen", merkte Zach in seiner Laudatio schmunzelnd an.
Etwa 500 Kilometer vom Meer entfernt wuchs er auf und arbeitete später beim Vermessungsamt der Stadt Frankfurt am Main. "Das Segeln schien trotzdem eine Bewunderung in ihm zu wecken, die für ihn zu einer Herzensangelegenheit wurde. Liest man sich die Vereinslaufbahn von Manfred Iffland durch, so wird schnell klar, dass er das, was er tut, mit ganzem Herzen und voller Leidenschaft betreibt", so Zach weiter.
1981 trat er dem Wassersportclub - eine Abteilung des ADAC-Sportclubs Gelnhausen - bei und übernahm schon bald den Aufbau der Jugendarbeit im Verein und 1983 die Segelausbildung auf dem Kinzigsee bei Langenselbold.

1990 wurde Iffland zum Vorsitzenden des Wassersportclubs Main-Kinzig gewählt. Dieses Amt hatte er für 16 Jahre bis 2006 inne. Während dieser Amtszeit war er Skipper, Jugendleiter und engagierte sich zusätzlich noch ehrenamtlich bei den Segelfreizeiten des Jugendbildungswerkes des Main-Kinzig-Kreises.

Weiterhin war er Ausbilder, Regattaleiter und sogar Prüfer beim Deutschen Seglerverband im Prüfungsausschuss Hessen. 1994 gelang es Manfred Iffland eine Institution zu errichten, die 18 Jahre lang bestehen sollte: das Netzwerk MoBilE e.V., welches er als Vorsitzender des Wassersportclubs, zusammen mit der Sportjugend des Sportkreises Gelnhausen, dem Kreisverband des Jugendherbergswerkes, dem Kreisschülerrat und der Evangelischen Jugend aufbauen konnte.

Ziel dieses Netzwerkes war es, vor allem Kindern und Jugendlichen aus finanziell schwach situierten Familien die Möglichkeiten zu geben, an "erlebnispädagogischen Freizeiten auf dem Wasser" teilzunehmen.
Von der Gründungsversammlung 1994 bis zur Auflösung im Jahr 2012 war Manfred Iffland Vorsitzender des Vereines. In diesen 18 Jahren konnte er auf unterschiedliche und kostengünstige Freizeitangebote für Jugendliche und Kinder zurückblicken, aber ganz besonders auf zahlreiche Segeltörns rund um die Ostseeinsel Rügen.
1995 schloss sich Iffland dem Königsteiner Fahrtensegler-Club 1995 aus dem Taunus an, der in diesem Jahr bereits die 23. Auflage der sogenannten "Hessenregatta" austrägt, die seit langer Zeit bundesweites Ansehen genießt. Aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen inzwischen Yachten teil.
Ab 1999 stieg Iffland in den Vorstand der Königsteiner Fahrtensegler auf und wurden zum zweiten Vorsitzenden gewählt. 2007 übernahm er den Vorsitz. "In den letzten 15 Jahren kann der Verein auf Ifflands Tätigkeiten stolz zurückblicken. Nicht nur, dass er einen großen Beitrag zur Jugendarbeit und im Vorstand des Vereines leistet, sondern weil er seit 14 Jahren nun schon Leiter der "Hessenregatta" ist, bei der im letzten Jahr 80 Yachten mit 370 Teilnehmern teilnahmen", lobte der Kreisbeigeordnete.
Auch im "Un-Ruhestand" halte die Lust auf die Fahrt zur See und die Begeisterung für die Meere den Jubilar, der mit seiner Frau Denise nahe am Waldrand von Eidengesäß lebt, noch immer fest umschlossen.

Dies bestätigten auch die weiteren Gratulanten. Für den Hessischen Seglerverband lobte dessen Präsident Reinhard Fuhr Iffland als erfolgreichen und mutigen "Jugendarbeiter" und wies darauf hin, dass Segeln die soziale Kompetenz steigere. "Du bist ein Skipper, von dem wir uns noch viel erwarten."
Neben Zach überreichte auch Linsengerichts Bürgermeister Albert Ungermann als Vertreter von Ifflands Heimatkommune ein Geschenk und betonte, dass man sich einen Ehrenbrief hart erarbeiten müsse. "Wir brauchen unsere Vereine und Menschen wie sie", fügte er hinzu.

In die Wege geleitet hat den Ehrenbrief Dieter Egner, der frühere Leiter des Jugendbildungswerks, der mit Iffland oft und gut zusammengearbeitet hatte und ihm auch in persönlicher Freundschaft verbunden ist. Er bezeichnete seinen Freund als "Vorbild an Kameradschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft" und hatte ein ganz spezielles Geschenk mitgebracht: Da man auch als Skipper an Bord eines Segelschiffes alle Aufgaben mitübernehmen müsse, was Iffland vorbildlich verwirklicht habe, überreichte er ihm zur Erheiterung aller Gäste, einen Putzlappen und eine Toilettenbürste.

Iffland selbst dankte seinen Freunden und Mitstreitern, ohne die er dies alles nicht hätte verwirklichen können, und löste auch das "Geheimnis" auf, wie er als ehemaliger Mitarbeiter im Vermessungsamt der Stadt Frankfurt soweit ab vom Meer den Segelsport für sich entdecken konnte: Vermessen hat etwas mit Navigieren zu tun und das braucht man beim Segeln, wie das Wasser unter dem Kiel."

Gelnhäuser Tageblatt vom 09.05.2014